Schulzeit bedeutet Nostalgie

Deutschland hängt bei der Computernutzung im Unterricht weit zurück und verliert den Anschluss. Es ist Zeit, die Kreidetafeln aus den Schulen zu verbannen. Diese gehören zur Schulnostalgie à la Heinz Rühmann Film. Sowohl im privaten Leben, als auch im nachschulischen Berufsleben sind digitale Medien allgegenwärtig. Somit ist die Schulzeit die veraltete Zeit in jeder Biografie. Beste Bildung erreichen wir nur mit bester Ausstattung, da sind gespendete, ausrangierte Computer zwar nett, jedoch lernen die Kinder mit altem Material auch auf einem alten Stand.

Bildung ist unsere wichtigste Ressource, diese müssen wir besser würdigen und fördern. Deshalb ist es unumgänglich, alle Schulen auf den höchst möglichen Standard zu versetzen, nicht nur einige Vorzeigeeinrichtungen. Beste Bildung kann nur erreicht werden, wenn die Nutzung von privater IT und das Vorhandensein von schulischen WLAN-Netzen künftig eine Selbstverständlichkeit ist. Einzelne Computerräume sind schon längst nicht mehr der neueste Stand. Sie können und dürfen nur eine Ergänzung für bestimmte Unterrichtsstunden darstellen. Das Ziel muss ein vollvernetztes “Klassenzimmer 4.0“ sein. Kurz: Moderne Schulen für beste Bildung.

Dieser Beitrag von Timon Kolterjahn erscheint demnächst in der Stadtzeitung 937/2016.